
1. Wir sehen nicht nur mit den Augen
Die Netzhaut wandelt Licht in Nervensignale um. Das Gehirn organisiert diese Informationen zu Form, Bewegung, Tiefe und Bedeutung. Sehen ist daher eine Leistung des gesamten visuellen Systems.
2. Die Pupille passt sich dem Licht an
Bei Helligkeit wird sie kleiner, in der Dunkelheit größer. An der Anpassung sind jedoch auch Stäbchen und Zapfen beteiligt, die ihre Empfindlichkeit verändern.

3. Dunkeladaptation braucht Zeit
Beim Wechsel von hell zu dunkel ist die vollständige Anpassung nicht sofort erreicht. Zunächst arbeiten vor allem die Zapfen; anschließend tragen die lichtempfindlicheren Stäbchen zunehmend zum Sehen bei.
4. Blinzeln schützt die Augenoberfläche
Blinzeln verteilt den Tränenfilm, entfernt kleine Partikel und hält die Hornhaut feucht. Bei konzentrierter Bildschirmarbeit sinkt die Blinkfrequenz häufig, was Trockenheit und Beschwerden begünstigen kann.

5. Jedes Auge hat einen natürlichen blinden Fleck
An der Austrittsstelle des Sehnervs fehlen Fotorezeptoren. Wir bemerken das meist nicht, weil das Gehirn die Umgebung ergänzt und sich die Gesichtsfelder beider Augen überlappen.
6. Tiefenwahrnehmung nutzt mehrere Hinweise
Das Zusammenspiel beider Augen ist wichtig. Zusätzlich nutzt das Gehirn Perspektive, Größe, Schatten und Bewegung, um Entfernungen einzuschätzen.
7. Farbe ist eine neurologische Interpretation
Drei grundlegende Zapfentypen reagieren auf unterschiedliche Bereiche des sichtbaren Spektrums. Das Gehirn vergleicht ihre Signale. Angeborene Farbsehschwächen bedeuten normalerweise nicht, dass Betroffene ausschließlich Schwarz-Weiß sehen.






