Bei der Orthokeratologie werden speziell entwickelte formstabile Linsen im Schlaf getragen. Sie verändern die Form der Hornhautoberfläche vorübergehend. Geeignete Sportlerinnen und Sportler können dadurch tagsüber ohne Brille oder Tageslinsen gut sehen.

Warum Orthokeratologie beim Sport interessant ist
Bewegungsfreiheit
Keine Brille, die verrutscht, beschlägt oder das seitliche Sichtfeld einschränkt.
Keine Linsen am Tag
Bei ausreichendem Ergebnis müssen auf dem Platz oder im Schwimmbad keine weichen Tageslinsen eingesetzt werden.
Vorübergehende Korrektur
Die Wirkung ist umkehrbar und nicht dauerhaft. Der festgelegte Tragerhythmus erhält das Ergebnis.
Individuelle Anpassung
Das Resultat hängt von Sehstärke, Hornhautform und -gesundheit, Tränenfilm und konsequenter Anwendung ab.
Wer kann geeignet sein?
Orthokeratologie kommt bei bestimmten Stärken der Kurzsichtigkeit und in ausgewählten Fällen bei Astigmatismus infrage. Sie eignet sich nicht für jeden Menschen. Zur Prüfung gehören Refraktion, Hornhauttopografie, Beurteilung von Augenoberfläche und Tränenfilm sowie ein Gespräch über Alltag und Erwartungen.
Der Ablauf der Anpassung
- Umfassende Augen- und Sehanalyse.
- Hornhauttopografie und erster Linsenentwurf.
- Einweisung in Einsetzen, Herausnehmen und Pflege.
- Frühe Kontrolle nach den ersten Nächten und notwendige Anpassungen.
- Regelmäßige Prüfung von Sehqualität, Linsensitz und Hornhautgesundheit.
Häufige Fragen
Ist die Korrektur dauerhaft?
Nein. Nach dem Absetzen nähert sich die Hornhaut schrittweise ihrer vorherigen Form.
Kann ich ohne Linsen schwimmen?
Bei ausreichender Tagessehschärfe ist dies ein wichtiger Vorteil. Die Sehfunktion sollte dennoch für die Anforderungen der Sportart geprüft werden.
Wie schnell wirkt Orthokeratologie?
Erste Veränderungen können nach wenigen Nächten auftreten. Stabilisierung und Endergebnis unterscheiden sich jedoch individuell.
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